Historie des Gutes Vogelsang

Das Herrenhaus Vogelsang im Landkreis Rostock blickt auf eine bewegte und vielschichtige Geschichte zurück. Über Jahrhunderte hinweg wechselte das Gut mehrfach den Besitzer und spiegelte dabei politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen Mecklenburgs wider.

Erste Erwähnung und frühe Eigentümer

Die Ortschaft Vogelsang wird erstmals im Jahr 1379 urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten befand sich das Gut im Besitz verschiedener Adelsfamilien.

Zu den frühen Eigentümern zählten unter anderem die Familie von Wozenitz sowie später die Familie von Plessen, ein traditionsreiches mecklenburgisches Adelsgeschlecht. Das Gut wurde als Lehen bewirtschaftet und bildete über Generationen hinweg einen wichtigen wirtschaftlichen Mittelpunkt der Region.

Neubau im 19. Jahrhundert

Mitte des 19. Jahrhunderts ließ die Familie Manecke das heutige Herrenhaus als repräsentativen Wohnsitz errichten. Die Anlage wurde mit einer großzügigen Parkgestaltung im Stil eines englischen Landschaftsgartens ergänzt.

1884 erfolgte eine entscheidende Veränderung: Das Gut wurde in ein Allodialgut umgewandelt – also in frei verfügbares Eigentum – und an den Hamburger Kaufmann Julius Hüniken verkauft.

Mehr zur baulichen Gestaltung und den neugotischen Details finden Sie im Beitrag zur Architektur des Herrenhauses Vogelsang.

Die Ära Hüniken

Julius Hüniken war durch unternehmerische Tätigkeiten im Überseehandel und in der Schifffahrt zu Vermögen gelangt. Sein Wahlspruch „poco a poco se va lejos“ – Schritt für Schritt kommt man zum Ziel – unterstrich seinen wirtschaftlichen Werdegang.

Noch im Jahr des Erwerbs ließ er im Treppenhaus sein Familienwappen anbringen. Nach seinem Tod setzte sein Sohn Georg Julius bauliche Veränderungen fort. Die Jahreszahlen „1884“ und „1893“ am Gebäude erinnern an diese Phase.

Unter der Familie Hüniken erlebte das Gut eine wirtschaftlich erfolgreiche Zeit. Es entstanden zahlreiche Nebengebäude, darunter ein Marstall, ein Wasserturm sowie weitere Wirtschaftsgebäude.

Umbrüche im 20. Jahrhundert

Mit der Bodenreform 1945 endete die Ära der privaten Gutsherrschaft. Das Anwesen wurde zunächst militärisch genutzt und später als Volkseigenes Gut weitergeführt.

Im Herrenhaus befanden sich Verwaltungsräume, Wohnungen sowie soziale Einrichtungen. Ab den 1980er-Jahren begannen erste Restaurierungsmaßnahmen, nach 1990 stand das Gebäude jedoch zeitweise leer.

2010 wechselte das Haus erneut den Eigentümer. Eine denkmalpflegerisch begleitete Notsicherung erfolgte 2011/2012. Seitdem wird das Gebäude schrittweise weiter instand gesetzt.

Herrenhaus Vogelsang heute

Heute dient das Anwesen als Veranstaltungsort für kulturelle Events und Feste. Dazu zählen unter anderem das „Victorian Art Festival“ sowie die „MittsommerRemise“, die Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland anzieht.

Einen detaillierten Überblick über Bauweise und architektonische Besonderheiten erhalten Sie im Artikel zur Architektur des Herrenhauses Vogelsang.

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Geschichte des Herrenhauses Vogelsang – Von 1379 bis heute

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Die Geschichte des Herrenhauses Vogelsang in Mecklenburg: Von mittelalterlichen Adelsfamilien über die Ära Hüniken bis zur heutigen Nutzung als Veranstaltungsort.

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